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MPM: Langfristiger Überlebensvorteil mit Nivolumab + Ipilimumab

Das maligne Pleuramesothelium ist ein bösartiger Tumor. Die Anzahl der Erkrankungsfälle stieg in den letzten Jahren an. Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung stellen Mediziner aktuell und auch künftig noch vor eine große Herausforderung. Nun hat die Phase-3-Studie Checkmate743* gezeigt, dass die Erstlinienbehandlung mit Nivolumab plus Ipilimumab das Gesamtüberleben gegenüber Chemotherapie im inoperablen Setting verbessert. Dies belegten nun 3-Jahres-Follow-up-Daten.

Hintergrund

Das maligne Pleuramesothelium (MPM) ist ein bösartiger, aggressiv wachsender Tumor des Rippenfells. Unbehandelt führt die Erkrankung binnen weniger Monate zum Tod. Die Inzidenz beträgt ungefähr 1,1 pro 100.000 Einwohner. Es wird geschätzt, dass sich die Häufigkeit in den nächsten 20 Jahren verdoppelt. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Meist (in ca. 80%) geht der Erkrankung auch ein beruflicher Asbestkontakt voraus. Es gibt keine standardisierte Therapierichtlinie für die Behandlung des MPM. Grundsätzlich weiß man jedoch, dass eine Monotherapie nicht ausreicht. Daher wird ein multimodales Konzept herangezogen. Sowohl im multimodalen Konzept als auch in der First-Line-Therapie mit nicht-operabler Tumorausdehnung ist eine Kombinationstherapie aus Platin/Pemetrexed aktuell noch für alle histologischen Subtypen Behandlungsstandard.1

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