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ÖGK-Gesundheitsbarometer

Knapp 100 offene Kassenstellen für Allgemeinmedizin in Österreich

Arzt und Patient treffen sich im Büro, sie tragen Gesichtsmasken und reden, Coronavirus-Präventionskonzept

Bundesweit gibt es fast 4.000 Kassenstellen für Allgemeinmedizin, davon sind knapp 98 Prozent besetzt. Das gab jüngst die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) in ihrem Gesundheitsbarometer bekannt. Mit 42 Jahren nimmt der durchschnittliche Allgemeinmediziner einen Kassenvertrag an, mit 64 ist er pensionsreif. Da im Schnitt alle zehn Jahre die Hälfte in Pension gehe, besteht für die ÖGK „kein Grund zur Sorge“. Das sehen die Ärztekammer und auch Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) anders. Letzterer sprach kürzlich von einem „Hausärztemangel“ – der neue Facharzt für Allgemeinmedizin soll das ändern.

In Österreich habe jeder das Recht auf ärztliche Behandlung, unabhängig vom Alter, Einkommen oder Wohnort. „Erster Ansprechpartner“ seien dabei die Kassenärzte der Allgemeinmedizin (AM), leitete die ÖGK am 26.09.2022 den „Gesundheitsbarometer“ mit interessanten Zahlen zur Kassenmedizin ein. Demnach sind von den derzeit 3.988 AM-Kassenstellen 97,6 Prozent besetzt. Dazu betont ÖGK-Generaldirektor Mag. Bernhard Wurzer, Österreich habe ein Gesundheitssystem, „in dem man die behandelnde Ärztin bzw. den Arzt frei wählen kann und die gesamte notwendige Behandlung auf Kassenkosten erhalten kann“.

Im Schnitt würden sich Allgemeinmediziner mit 42,3 Jahren für einen Kassenvertrag entscheiden. Das durchschnittliche Pensionsalter liege bei 64,2 Jahren. Der tatsächliche Pensionsantritt variiere häufig und sei tendenziell steigend. Im Schnitt gehe alle zehn Jahre die Hälfte in Pension, „also kein Grund zur Sorge“, heißt es im Gesundheitsbarometer wörtlich. Außerdem bezeichnet die größte Kasse Österreichs die Möglichkeiten für neue Vertragsärzte als „flexibler denn je“.

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