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ERS 2022

Neue inhalative und antiinflammatorische COPD-Therapien

Asthmapatienten verwenden grafische Informationen zum Inhalator, flaches Design

Inflammation spielt bei COPD eine wichtige Rolle. Dennoch bringen inhalative Kortikosteroide nur ausgewählten Patienten Vorteile. Aktuell sind jedoch einige innovative inhalative Therapien in klinischer Prüfung, die in erster Linie die Entzündung im Rahmen der COPD beeinflussen sollen.

Inhalative Applikation ist die naheliegende Form der Verabreichung von Medikamenten bei Patienten mit Atemwegserkrankungen. Bereits 1972 war das erste inhalative Kortikosteroid (ICS) in einem Metered-Dose Inhaler (MDI) verfügbar. Während im Management der COPD heute Bronchodilatatoren breit eingesetzt werden, sind sie ICS-Patienten mit häufigen Exazerbationen und ausgeprägter Symptomatik vorbehalten – insbesondere, wenn eine deutliche Eosinophilie besteht. Darüber hinaus finden antiinflammatorische Medikamente bei der COPD jedoch kaum Anwendung, so Prof. Dr. Paola Rogliani von der Universität Rom Tor Vergata, und das, obwohl persistierende Inflammation typisch für die COPD ist und sowohl den Krankheitsverlauf als auch die Symptomatik beeinflusst. Nur wenige antiinflammatorische Therapien seien bei COPD geprüft worden und noch weniger wurden in inhalativen Formulierungen untersucht.1

Roflumilast zugelassen, Tanimilast und Ensifentrin in Prüfung

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