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Studie

Litifilimab bei SLE: vielversprechende Phase-II-Studie

Hautrötungen erscheinen auf Gesicht und Hals der Frau durch Sonnenbrand. Illustration über die Gefahr von ultravioletter Strahlung.

In Österreich sind rund 7.000 Menschen vom systemischen Lupus erythematodes (SLE) betroffen. Diese Krankheit kann zwar nicht vollständig geheilt werden, jedoch lässt sie sich durch Medikamente in der Regel gut kontrollieren. Nun zeigt eine Phase-II-Studie*, publiziert im New England Journal of Medicine, vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich einer Reduktion der Krankheitsaktivität mit dem Anti-BDCA2-Antikörper Litifilimab.

Hintergrund

Der Name dieser Autoimmunerkrankung leitet sich vom lateinischen Wort Lupus „Wolf“ und dem griechischen Wort erythematodes, das so viel wie „errötend“ bedeutet, ab. Die Bezeichnung ist vor allem auf die typischen Symptome und Hauterscheinungen des Krankheitsbildes zurückzuführen, die den Betroffenen ein Wolf-ähnliches Aussehen verleihen. Vom systemischen Lupus erythematodes (SLE) sind in Österreich rund 7.000 Personen betroffen, Frauen etwa neunmal häufiger als Männer. Dieses Krankheitsbild, obwohl insgesamt selten, kann bei schweren Verläufen auch zum Tode führen. Von einem schweren Verlauf sind rund fünf Prozent der Erkrankten betroffen. Das Krankheitsbild ist den rheumatischen Erkrankungen zuzuordnen und durch chronische, entzündliche, schubhaft auftretende Prozesse gekennzeichnet, die den ganzen Organismus betreffen können. Anfangs fällt den Patienten meist ein schmetterlingförmiges Erythem im Gesicht auf, welches jedoch schmerzlos ist. Neben dem SLE unterscheidet man auch den kutanen Lupus erythematodes, der sich auf die Haut beschränkt und ungefähr zehnmal so häufig vorkommt. In der Therapie haben sich bisher Antimalariamittel, Immunsuppressiva, Cortison und Biologika bewährt.

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