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ESC 2022

Klasseneffekt: SGLT2-Inhibitoren bei Herzinsuffizienz mit erhaltener oder leicht reduzierter Auswurffraktion wirksam

Stethoskop und EKG

SGLT2-Inhibitoren sind durch das gesamte Spektrum der Herzinsuffizienz unabhängig von der linksventrikulären Auswurffraktion wirksam und reduzieren insbesondere Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz. Dies konnte nun auch für dem SGLT2-Inhibitor Dapagliflozin gezeigt werden. Eine Metaanalyse der Studie zu Dapagliflozin und Empagliflozin legt nahe, dass es sich hier um einen Klasseneffekt handelt.

In der im vergangenen Jahr publizierten EMPEROR-Preserved Studie1 konnte mit dem SGLT2-Inhibitor Empagliflozin erstmals eine günstige Beeinflussung der Herzinsuffizienz mit erhaltener oder leicht reduzierter linksventrikulärer Auswurffraktion demonstriert werden. Im Rahmen des diesjährigen ESC-Kongresses präsentierte Prof. Dr. Scott Solomon vom Brigham and Women's Hospital der Harvard Medical School in Boston die Ergebnisse der DELIVER-Studie2, die annähernd gleiche Resultate für den SGLT2-Hemmer Dapagliflozin zeigen.

DELIVER war eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie, die an 353 Zentren in 20 Ländern durchgeführt wurde. Eingeschlossen wurden Patienten im Alter ab 40 Jahren mit symptomatischer Herzinsuffizienz und einer Auswurffraktion von mindestens 40 Prozent, die entweder Dapagliflozin 10 mg/d oder Placebo erhielten und über ein medianes Follow-up von 2,3 Jahren beobachtet wurden. Primärer Endpunkt war ein Komposit aus kardiovaskulärem Tod und Verschlechterung der Herzinsuffizienz.

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