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Wie die Luft, die wir atmen, Herkunftsort und Umwelt die Aggressivität der Pollen bestimmen

Nahaufnahme von gelbem Ragweed während der Spätsommersaison, volle Pollen-/Allergiesaison.

In Österreich leiden rund 1 Million Menschen an einer Pollenallergie, wobei besonders die Ragweed-Pollen, auch als Beifußblättriges Traubenkraut bezeichnet, schwere Asthmaanfälle auslösen können, die besondere medikamentöse Behandlungen erfordern. Ein Forschungsteam der Medizinischen Universität Wien hat nun ein Allergie-Maus-Modell entwickelt, welches aufzeigte, dass Herkunftsort und Umwelt einen besonderen Einfluss auf die Aggressivität der Pollen haben. Die Studie wurde im renommierten Journal Frontiers in Allergy veröffentlich und bringt neue Erkenntnisse.

Ragweed-Allergie

Bei der Ragweed-Pflanze (Ambrosia artemisiifolia) handelt es sich um eine hochallergene Pflanze, die pro Saison etwa eine Milliarde Pollenkörner produziert, die durch den Wind über tausende Kilometer verbreitet wird. Ragweed-Pollen stammen ursprünglich aus Nordamerika und gelten als äußerst aggressiv und somit als Gefahr für Allergiker, bei denen bereits geringe Mengen schwere Symptome auslösen können. In Europa leiden rund 33 Millionen Menschen an einer Ragweed-Allergie, wobei aufgrund des Klimawandels ein Anstieg auf 77 Millionen Fälle bis 2060 prognostiziert wird. Normalerweise beginnt die Saison dieser Pollen im August und dauert über den ganzen Herbst an. Wärmere Temperaturen, folglich der globalen Erwärmung, führen jedoch dazu, dass die Saison noch länger andauert. Es ist auch davon auszugehen, dass sich der Lebensraum dieser Pflanzen auch auf nördlichere und höhere Lagen ausbreiten wird. Bisher ging man davon aus, dass Ragweed nur bis auf rund 500 Meter Seehöhe wachsen kann. Die Pflanze wurde jedoch bereits auf über 1500 Metern gesichtet.

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