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European Hematology Association (EHA) 2022

Myelodysplastisches Syndrom (MDS): genauer beschreiben, besser behandeln

Digitaler Bildschirm mit DNA-Strängen und Datenhintergrund. Doppelhelix-Struktur. Nukleinsäuresequenz. Genetische Forschung. 3D-Darstellung.

Der diesjährige Hybrid-Kongress der European Hematology Association (EHA) brachte in Wien Forscher aus Fakultäten der ganzen Welt zusammen. Ein bedeutendes Thema dabei waren die Myelodysplastischen Syndrome (MDS), wobei insbesondere die präzise Diagnostik und eine neue molekulargenetische Klassifikationsmethode im Rampenlicht standen.

Dem Thema Myelodysplastische Syndrome (MDS) widmeten sich mehrere Vorträge. MDS sind Erkrankungen einer oder mehrerer hämatopoetischen Stammzellreihen und mit einem erhöhten Risiko der Entartung zu einer akuten myeloischen Leukämie (AML) assoziiert. Je nach betroffener Zellreihe kann es zu Symptomen der Anämie, Thrombozytopenie oder Immundefizienz in unterschiedlichen Kombinationen kommen. MDS zählen zu den häufigsten hämatologischen Erkrankungen und präsentieren sich sowohl klinisch als auch in ihrem Verlauf sehr unterschiedlich, weshalb die genaue Spezifikation mittels neuester diagnostischer Methoden zusehends in den Fokus des Interesses rückt.1 Hierbei hat in den letzten Jahren besonders die Molekulargenetik an Bedeutung gewonnen.

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