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Rätselhafte Veränderungen

Abklärung bei Atrophie der Dünndarm-Schleimhaut

Keine Antikörper, keine Zöliakie – oder vielleicht doch? Die Abklärung von Patienten mit Atrophie der Dünndarm-Schleimhaut ist eine harte Nuss. Ein Leitfaden erleichtert das Vorgehen.

Hauptverursacher einer Atrophie der Dünndarmschleimhaut ist und bleibt die seropositive Zöliakie. Doch für die restlichen 5 % der Zottenatrophien, die sogenannten seronegativen Enteropathien, sind andere Faktoren verantwortlich. An erster Stelle ist dabei die seronegative Zöliakie zu nennen. Betroffene Patienten sprechen auf eine glutenfreie Diät an, bilden aber nicht die typischen Antikörper. An zweiter Stelle stehen Infektionen wie Giardiasis, HIV, Tuberkulose und Morbus Whipple, an dritter iatrogene Schäden, etwa infolge einer Chemo- oder Radiotherapie. Auch Störungen der körpereigenen Abwehr wie das variable Immundefektsyndrom und die Autoimmunenteropathie sowie lymphoproliferative Veränderungen kommen als Ursache in Betracht. Zudem muss man mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Morbus Crohn und eosinophiler Gastroenteritis rechnen.

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