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EAN 2022

Bakterielle Meningitis: Blut-Procalcitonin als verlässlicher Diagnosemarker

Viren oder Bakterien, die das menschliche Gehirn angreifen. Virusinfektion. 3D-Darstellung

Aufgrund der hohen Sterblichkeits- und Morbiditätsraten sind eine frühe Diagnose und Behandlung der bakteriellen Meningitis wichtig, vor allem bei Kindern. Blut-Procalcitonin zeigt nun hohe Genauigkeit in der Diagnostik einer bakteriellen Meningitis bei Kindern. Parallel dazu könnten laut Weltgesundheitsorganisation mehr als 200.000 Leben jährlich gerettet werden, wenn die Ziele einer neuen globalen Strategie zur Bekämpfung von Meningitis erreicht würden.

Trotz bereits erheblicher Fortschritte in den letzten Jahrzehnten bleibt die vor allem (bakterielle) Meningitis eine weltweit gefürchtete Krankheit mit einer sehr hohen Sterblichkeit. Im Jahr 2019 sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 250.000 Menschen weltweit an den Folgen dieser Erkrankung verstorben, während jeder Fünfte verheerende Langzeitfolgen zu verzeichnen hatte. „In Europa sind virale Infektionen häufiger als bakterielle. Trotzdem stellt die bakterielle Meningitis eine Gefahr dar, denn vor allem im Meningitis-Belt, eine Region in Subsahara-Afrika, werden über 100 Infektionen auf 100.000 Einwohner verzeichnet“, wie Priv.-Doz. Dr. Bettina Pfausler von der Medizinischen Universität Innsbruck betont. „Die Gesamtzahl der Infektionen ist über die Zeit auch zunehmend“, wie Pfausler weiter ausführt. Die Meningitis ist jedoch eine weitgehend durch eine Impfung vermeidbare Krankheit, und Studien1 haben bereits gezeigt, dass die Pneumokokken- und Meningokokken-Impfung die Inzidenz bereits reduziert haben.

Neue Strategie

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