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EAN 2022

REM-Schlaf-Verhaltensstörung: wilde Träume als Vorboten von Parkinson

Nahaufnahme eines Paares Mitte der 60er Jahre, das spätmorgens in einem bereits hell erleuchteten Schlafzimmer schläft.

Die REM-Schlaf-Verhaltensstörung (RBD) ist vor allem gekennzeichnet durch lebhafte Träume, die Betroffene oft im Schlaf um sich schlagen lassen. Rund 80 Prozent dieser Personen erkranken innerhalb von ungefähr zehn bis 15 Jahren an der Parkinson-Krankheit (PD) oder anderen neurodegenerativen Erkrankungen, wie Studien zeigen. Forscher untersuchen dieses Phänomen immer intensiver, um eine Therapie für Betroffene zu finden und um Vorboten für PD und andere neurodegenerative Erkrankungen zu identifizieren.

Die Grundidee der Forscher ist es, eine mögliche Anlage einer Erkrankung vorzeitig zu erkennen, bevor die Krankheit vollständig ausgeprägt ist, um durch eine frühzeitige Behandlung das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen oder sogar aufzuhalten. „Die Therapie müsste bereits gestartet werden, solange die Neuronen noch vorhanden sind“, betont Prof. Dr. Nicola Pavese von der Universität Newcastle. Es gibt glücklicherweise bereits einige Studien1, die Personen mit erhöhtem Risiko für PD identifiziert haben. Dazu zählen vor allem Personen mit REM Sleep Behavior Disorder (RBD), einem Prodromalstadium des Parkinsonismus. „Ein isoliertes RBD ist innerhalb von fünf bis zehn Jahren mit einem erhöhten Risiko für PD, Lewy-Body-Demenz und eine Multiple-System-Atrophie (MSA) assoziiert“, wie Pavese anmerkt.

Neuroimaging im prodromalen Stadium

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