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Spezifischer Inhalationstest sichert Diagnose

Asthma vom Arbeitsplatz?

Asmathische Führungskraft mit einem Asthmaanfall, der im Büro mit einem Inhalator inhaliert

Wenn Patienten am Arbeitsplatz durch Husten, Giemen und Kurzatmigkeit auffallen, liegt ein beruflicher Auslöser nahe. Durch einen bronchialen Provokationstest lässt sich der Verdacht erhärten.

Der arbeitsplatzbezogene Inhalationstest (AIT) ist indiziert, wenn die Symptomatik für ein dort erworbenes Asthma und/oder eine entsprechende Berufserkrankung spricht. Auch eine exogen-allergische Alveolitis (Hypersensitivitätspneumonitis) kann mit dem AIT nachgewiesen werden. Der Test sollte nur eingesetzt werden, wenn sich die Diagnose nicht einfacher und risikoloser sichern lässt. Die S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin (DGAUM) beschreibt, was hier zu beachten ist. Wichtig ist das schriftliche Einverständnis des Patienten nach Aufklärung über potenzielle Gefahren (z.B. Anaphylaxie). Um falsch-negative Resultate zu vermeiden, sollten Atemwegsmedikamente (z.B. Betasympathomimetika, Anticholinergika) sofern möglich vor dem Test abgesetzt werden. Für Glukokortikoide wird ein Mindestabstand von 14 Tagen zur letzten Applikation empfohlen.

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