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Corona-Impfung von Krebspatienten

Eine krebskranke Seniorin entblößt ihre Schulter, um von einem maskierten, männlichen Arzt in ihrem Wohnzimmer geimpft zu werden.

Rezente Studiendaten sprechen eindeutig für eine Immunisierung von Krebspatienten gegen COVID-19, berichtete Prof. Dr. Narjust Duma, Cancer Care Equity Program, Lowe Center for Thoracic Oncology, Dana-Faber Cancer Institute, Harvard Medical School, Boston, USA, am ELCC 2022.

„Die COVID-19-Pandemie hat das gesamte Spektrum in der Krebsbehandlung durcheinandergebracht und zu verzögerten Diagnosen sowie verspäteten Therapien geführt, aber auch die Forschung unterbrochen“, stellt Prof. Dr. Narjust Duma, Cancer Care Equity Program, Lowe Center for Thoracic Oncology, Dana-Faber Cancer Institute, Harvard Medical School, Boston, USA, fest. „Im Jahr 2020 stand in den USA COVID-19 als Ursache für Tod an dritter Stelle nach Herzerkrankungen und Tumorerkrankungen.“ Sehr rasch wurde daher das COVID-Cancer-Consortium (CCC-19) gegründet, innerhalb von 75 Tagen waren in dem Register mehr als 1.000 Patienten eingeschlossen und drei Monate später arbeiteten bereits mehr als 110 Institutionen zusammen. Im Rahmen von CCC-19 konnte keine Assoziation zwischen der 30-Tage-Mortalität und rezenter Krebstherapie wie Operation oder Chemotherapie nachgewiesen werden.1 „Und damit hatten wir Onkologen erstmals Daten für den Umgang mit unseren Patienten in der Pandemie“, so Duma. Allerdings zeigte sich für onkologische Patienten ein 15- bis 30-prozentiges Mortalitätsrisiko bei einer Infektion mit COVID-19.2

Derzeit stehen verschiedene Therapieoptionen gegen COVID-19 zur Verfügung, wie etwa

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