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Ärztekammer Wien

Neu im Präsidium: Steinhart, Ferenci und Huber

Der Präsident der Ärztekammer für Wien heißt erstmals Johannes Steinhart. Er wurde von der Vollversammlung der Ärztekammer für Wien bei 81 abgegebenen Stimmen mit 62 Stimmen gewählt. Das ist insofern überraschend, als er im Vorfeld eine Koalition mit „nur“ 56 von 90 Mandataren gebildet hatte (siehe Bericht hier). Auf Nachfrage hieß es gegenüber der Redaktion, dass auch Mandatare abseits der Koalition Steinhart das Vertrauen geschenkt haben. Neuer Obmann der Kurie angestellte Ärzte ist Stefan Ferenci, zum neuen Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte wurde Erik Randall Huber gewählt.

Steinhart, der mit seiner Liste „VEREINIGUNG österreichischer Ärztinnen und Ärzte – Liste STEINHART“ angetreten ist und den Mandatsstand gegenüber der letzten Wahl 2017 – bei Stimmenzugewinnen – halten konnte, schaffte eine breite Koalition. Damit ist nach vielen Jahren wieder ein niedergelassener Arzt Präsident der Ärztekammer für Wien.

Steinhart führt eine Facharztordination mit allen Kassen in Wien-Simmering. Über viele Jahre hinweg war er zudem als Spitalsarzt und Krankenhausmanager tätig. 

Gesundheits- und standespolitisch möchte sich Steinhart in seiner neuen Position als „Interessenvertreter aller Kolleginnen und Kollegen“ etablieren. Ein geschlossenes und einheitliches Auftreten der Ärzteschaft nach außen sei auch notwendig, um die „dringend anstehenden Verbesserungen und Reformen im heimischen Gesundheitssystem im Sinne einer bestmöglichen medizinischen Versorgung der Patientinnen und Patienten auch zukünftig zu gewährleisten“, so Steinhart. 

Als größte Herausforderung für die nächsten Jahre sieht Steinhart die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Spitalsärztinnen und -ärzten, die Attraktivierung des niedergelassenen Kassenbereichs sowie die Sicherstellung einer wohnortnahen niederschwelligen Gesundheitsversorgung vor dem Hintergrund einer stetig wachsenden und älter werdenden Bevölkerung in Wien.

Zur Person

Johannes Steinhart ist 67 Jahre alt und gilt als ausgewiesener Experte des heimischen Gesundheitssystems.
Steinhart wurde 1955 in Wien geboren und 1983 zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert. 1992 schloss er die Facharztausbildung für Urologie in der Krankenanstalt Göttlicher Heiland ab. Unmittelbar danach begann er seine Tätigkeit als Oberarzt an der urologischen Abteilung, zudem wurde er im selben Jahr auch ärztlicher Leiter und Geschäftsführer der Krankenanstalt Göttlicher Heiland. Beide Tätigkeiten übte er bis 2015 aus. Seit 1. Oktober 1993 ist er zudem niedergelassener Facharzt für Urologie mit allen Kassenverträgen in Wien.

Steinhart blickt auf eine langjährige standespolitische Karriere zurück: Seit 1989 ist er Mitglied der Vollversammlung und des Vorstands der Ärztekammer für Wien. Von 1993 bis 1999 fungierte er als Vorsitzender des Verwaltungsausschusses des Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für Wien. Seit 1999 war er Vizepräsident sowie Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte der Ärztekammer für Wien.

In der Österreichischen Ärztekammer begann er seine Tätigkeit 1999 als Mitglied der Bundeskurie niedergelassene Ärzte. 2007 übernahm er die ÖÄK-Referate für Telemedizin sowie Grundlagenarbeit und gesundheitspolitische Analysen. 2012 wurde er 3. ÖÄK-Vizepräsident und Obmann der Bundeskurie niedergelassene Ärzte, seit 2017 ist er 2. ÖÄK-Vizepräsident.

Von 1990 bis 1992 absolvierte Steinhart den viersemestrigen Universitätslehrgang für Krankenhausmanagement der WU Wien.

Stefan Ferenci und Erik Huber sind neue Kurienvorsitzende

Nach der Wahl von Johannes Steinhart zum neuen Präsidenten der Ärztekammer für Wien wurden in den an die Vollversammlung anschließenden Kuriensitzungen auch die jeweiligen Kurienvorsitzenden bestimmt.

Neuer Obmann der Kurie angestellte Ärzte ist Stefan Ferenci. Ferenci ist seit 2012 in der Standespolitik aktiv, zunächst als Vollversammlungsmitglied und seit 2017 auch als Finanzreferent der Ärztekammer für Wien. Von 2014 bis 2017 war er Chefredakteur des Ärztekammer-internen Monatsmagazins „doktorinwien“.

Neuer Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte ist Erik Randall Huber, der sich bereits seit 20 Jahren standespolitisch engagiert. Seit 2009 ist Huber als niedergelassener Urologe in Wien tätig – zunächst als Wahlarzt, seit 2013 in einer Kassenordination, die 2017 in die erste urologische Gruppenpraxis Wiens umgewandelt wurde. Vor seiner niedergelassenen Tätigkeit war Huber mehrere Jahre Oberarzt an der urologischen Abteilung im Krankenhaus Korneuburg sowie Leiter des dort angesiedelten Beckenbodenzentrums. Von 2007 bis 2012 war Huber Vorsitzender der Ausbildungskommission in Wien sowie stellvertretender Vorsitzender der Ausbildungskommission Österreichs, womit er für alle Ausbildungsbelange junger Ärztinnen und Ärzte in Österreich verantwortlich war. Seit 2012 ist er als Vorstandsmitglied des European Board of Urology (EBU – Dachverband aller europäischen urologischen Verbände) für die urologische Ausbildungsqualität in ganz Europa zuständig und seit 2013 vertritt er die europäischen Urologen im europäischen interdisziplinären Komitee für Sexualmedizin (MJCSM).

Quelle: Presseaussendungen der Ärztekammer Wien

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