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Klinik Diakonissen Schladming

Neue OP-„Aufnahmestraße“ verkürzt Wartezeiten, auch Mitarbeiter zufriedener

Vorigen Sommer richtete die Klinik Diakonissen Schladming eine „Aufnahmestraße“ für elektive Operationen ein – mit Erfolg. Die Evaluierung der Testphase zeigt gesteigerte OP-Frequenzen, kürzere Wartezeiten und eine größere Zufriedenheit bei Patienten – und Personal. Die tagesklinischen Operationen verzeichneten im monatlichen Schnitt ein Plus von 50 Prozent.

Früher lagen die Patienten etwa bei einer Arthroskopie-Operation einen Tag vor und zumindest einen Tag nach dem Eingriff im Spital. Heute würden sie in der Früh kommen und am gleichen Tag am Nachmittag wieder nach Hause gehen, betont die steirische Klinik Diakonissen Schladming, Bezirk Liezen, kürzlich in einer Aussendung.

Der Aufnahmeprozess für planbare Operationen sei im August 2021 komplett auf neue Beine gestellt worden. Als Grund dafür verweist die Klinik auf ihr Leitbild, nämlich Lösungen für die anvertrauten Patienten zu suchen und zu finden sowie die medizinische Behandlung und pflegerische Qualität „auf europäischem Niveau“ zu entwickeln.

Pflegerische & ärztliche Daten werden konzentriert erhoben

Um diesen Anspruch weiterhin gerecht zu werden, führte das Krankenhaus eine „Aufnahmestraße“ für elektive Eingriffe ein. Dies sei „eine logische Schlussfolgerung“ gewesen, erklärt Prim. Dr. Karl Wohak, Ärztlicher Direktor der Klinik Diakonissen Schladming, da ein patientenorientierter Prozess „State of the Art“ sei, „den wir als diakonisches Haus stets verfolgen“.

Und so funktioniert die neue Angebot: Die Aufnahme erfolgt gestaffelt und ist so organisiert, dass sie eine „Konzentration der pflegerischen und ärztlichen Datenerhebungen“ ermöglicht. Dadurch vermeide man Doppelgleisigkeiten, erhöhe nochmals die Patientensicherheit, optimiere die Planung postoperativer Nachbetreuung und verbessere das Bettenmanagement, wie eine Evaluierung nach der nun abgeschlossenen Testphase gezeigt hat.

Ärztlicher Direktor Prim. Dr. Karl Wohak

Ärztlicher Direktor Prim. Dr. Karl Wohak

„Win-Win-Situation“: Mitarbeiter auch zufriedener

Auch das Angebot an tagesklinischen Leistungen konnte intensiviert und die Verweildauer durchschnittlich um einen Tag gegenüber dem „Normaljahr“ 2019 reduziert werden. „Das ermöglicht eine höhere Frequenz“, berichtet Wohak. Seit die Aufnahmestraße in Betrieb ist, gab es bei den tagesklinischen Operationen ein durchschnittliches Plus von 50 Prozent pro Monat. Neben der gesteigerten OP-Frequenzen und den kürzeren Wartezeiten durch die Aufnahmestraße hebt Wohak vor allem die größere Zufriedenheit aller Seiten hervor: „Wir befinden uns in einer Win-Win-Situation“, resümiert er. Die neue Struktur gebe Klarheit in den Arbeitsabläufen, was zur Zufriedenheit sowohl bei Patienten als auch bei Mitarbeitern beitrage.

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