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Smarter screenen

Stockholm3 reduziert Prostatakrebs-Überdiagnosen

Zu viele Überdiagnosen und unnötige Behandlungen – das sind zwei relevante Kritikpunkte am Prostatakrebs-Screening mittels PSA-Wert und digital-rektaler Untersuchung. Abhilfe könnte der Score Stockholm3 in Kombination mit einer MRT-geleiteten Strategie verschaffen. Damit verringerte sich in einer Studie die Rate an Überdiagnosen um knapp 70 Prozent.

Gut kombiniert, ist der Stockholm3-Test aussagekräftiger als das klassische PSA-basierte Screening.

Gut kombiniert, ist der Stockholm3-Test aussagekräftiger als das klassische PSA-basierte Screening.

Wie lässt sich bei der Früherkennung von Prostatakrebs die Rate an Biopsien, die schließlich keinen schlimmen Befund ergeben, verringern? Diese Frage beschäftigt viele Experten im Zusammenhang mit dem PSA-Screening. Ein Schritt in Richtung präziserer Patientenselektion könnte die Verwendung des Stockholm3-Tests sein. Er berücksichtigt neben dem PSA-Wert auch andere Variablen, darunter das Alter, vorangegangene Prostatabiopsien, weitere Proteine und das genetische Risikoprofil – und kann schon im Vorfeld etwa einem Drittel der Männer weitere Untersuchungen ersparen. Das sind die Ergebnisse der STHLM3-MRI-Studie (1).

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