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Ärztekammerwahl Wien

Spannende Wahl in Wien: Wer wird Präsident?

Österreich, Mitteleuropa, Mitteleuropa, Wien - Österreich

Nach der Tiroler Wahl blickt nun alles nach Wien: Am 19. März 2022 wählen die Ärzte der Bundeshauptstadt ihre obersten Standesvertreter. Die spannendste Frage – auch mit Blick auf Bundesebene: Kann sich der derzeitige Präsident Thomas Szekeres halten oder setzt sich nun doch sein langjähriger Herausforderer, Vizepräsident Johannes Steinhart, durch? Insgesamt treten 14 Fraktionen an, davon drei neue Listen. Wir haben bei allen nachgefragt, warum die Wähler gerade ihnen ihre Stimme geben sollen.  

Im Westen konnte die amtierende Liste, der „Verein unabhängiger Tiroler Ärzte“, am 22. Februar 2022 seine Absolute verteidigen – wir berichteten. Wie es im Osten ausgeht, wird sich in wenigen Tagen weisen. Zu vergeben sind in Wien 90 Mandate, für die sich 447 Ärztinnen und Ärzte in 14 Listen bewerben. Das sind rein numerisch um drei wahlwerbende Listen weniger als 2017 – aber darunter befinden sich auch drei neue Fraktionen. 

Erstmals kandidieren „We4U – Wohlfahrtsfonds abschaffen, Kammerumlage senken“ mit Spitzenkandidat Dr. George Zabaneh, die „Liste Integrative Medizin – LIM“ mit Listenführer Dr. Felix Badelt sowie auch die impfkritische Liste „MFG – Liste Christian Fiala“. Alle werfen sich ins Zeug und bringen Argumente, warum es aus ihrer Sicht Zeit für einen Wechsel ist (siehe unten). 

Umgekehrt sieht der amtierende Präsident a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, seines Zeichens auch Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), dass mit ihm bereits wichtige Veränderungen durchgeführt werden konnten und bringt seinerseits Argumente, warum er wieder an die Spitze soll. Die Stimme der Ärztekammer müsse weiterhin gehört werden, es reiche nicht aus, „Klientelpolitik“ zu machen, hebt Szekeres auf medonline-Anfrage hervor. 

Sein langjähriger Herausforderer, Vizepräsident Dr. Johannes Steinhart, auch 2. ÖÄK-Vizepräsident und Obmann Bundeskurie Niedergelassene Ärzte, hatte zwar schon 2017 an Mandaten einen überlegenen Sieg mit 26 (+3) von 90 Mandaten eingefahren. Das nützte ihm aber nichts, da Szekeres mit 17 Mandaten (+1) trotzdem zum Präsidenten gewählt wurde – mithilfe einer Koalition (siehe auch https://medonline.at/10097666/2022/aerztekammerwahlen-2022-tirol-beginnt-wechsel-fix/

Keinen Zweifel lässt Steinhart daran, dass er nicht nur in Wien Präsident werden möchte, „die Koalition der Wahlverlierer gehört beendet“, wie er gegenüber medonline betonte. Auch bundesweit hat der ÖÄK-Vizepräsident entsprechende Ambitionen, wobei dieses Ziel vom 3. Mai abhänge, an dem ein neues Präsidium in Wien gewählt wird. 

Die Liste 3 wiederum, die „Wahlgemeinschaft – Ärzte für Ärzte – Wiener Mittelbau“, möchte wieder den Kurienobmann der Angestellten Ärzte stellen, so das erklärte Wahlziel von Vizepräsident Dr. Gerald Gingold. 

Wie geht es weiter? 

Nach der Tiroler und Wiener Wahl folgen Burgenland am 30. März, Kärnten am 1. April, Niederösterreich und Vorarlberg am 2. April, Oberösterreich am 6. April, Steiermark am 7. April und zuletzt wählt Salzburg am 8. April. Aus dem Kreis der neun Landespräsidenten wird dann am Ärztekammertag am 24. Juni 2022 der ÖÄK-Präsident oder die ÖÄK-Präsidentin gewählt.

Wir baten alle 14 Fraktionen in einer Blitzumfrage um prägnante Argumente für Ihre Stimme, hier die Antworten: 

Ärztekammerwahl in Wien am 19. März 2022 

Es gibt 14 Wahlvorschläge, wovon drei das erste Mal antreten: „We4U – Wohlfahrtsfonds abschaffen, Kammerumlage senken“ (Liste 12), „Liste Integrative Medizin – LIM“ (Liste 13) sowie „MFG – Liste Christian Fiala“ (Liste 14). Alle Listen inklusive Links zu ihren Programmen finden Sie auch auf https://www.aekwien.at/wahlwerbende-listen

2 Fragen an die wahlwerbenden Listen in Wien: 

  1. Warum sollen die Wiener Ärzte Ihnen bzw. Ihrer Liste ihre Stimme geben? 
  2. Was sind Ihre wichtigsten Ziele bei den Kammerwahlen in Wien, aber auch österreichweit im Hinblick auf den Ärztekammertag am 24. Juni 2022? 
Antwort 1

Aus mehreren Gründen, von denen ich hier drei besonders hervorheben möchte. 

1. Wir stehen ganz besonders für die ärztliche Freiberuflichkeit ein, sowohl von niedergelassenen als auch von Fachärztinnen und -ärzten. Dieses hohe Gut gerät zunehmend durch die Gängelungswünsche von Politik und Kassen sowie durch kommerzielle Konzerninteressen unter Druck. Es darf aber nicht dazu kommen, dass uns Nicht-Ärzte vorschreiben, wie wir zu diagnostizieren und zu behandeln haben.

Dr. Johannes Steinhart

Dr. Johannes Steinhart

2. Wir von der Vereinigung konnten in der ablaufenden Funktionsperiode einmal mehr beweisen, dass ärztliche Anliegen bei uns in den besseren Händen sind. Einige Beispiele: Wir habenhistorisch einzigartige Kassenabschlüsse verhandelt, zum Beispiel eine Tariferhöhung für Allgemeinmediziner und Kinderärzte von rund 30 Prozent. Darüber hinaus wurden in diesen Fächern Ordinationsgründungen gefördert, es wurde ein Anreizsystem für größere versorgungswirksame Kassenordinationen eingeführt, Jobsharing-Modelle wurden erleichtert. Zusätzlich gab es beachtliche Einmalzahlungen, aber auch Ausgleichszahlungen nach dem Lockdown 2020. Es kam erstmalig zu einer Einführung der Telemedizin per Telefon oder Video, die künftig dauerhaft abrechenbar ist. 

Wir konnten die Anstellung von Ärzten bei Ärzten einführen, Attacken gegen das Wahlärzte-System abwehren und das skandalöse Mystery Shopping der ÖGK beenden. Ärzte konnten sich noch vor allen anderen Gruppen systematisch impfen lassen, etc. 

Wir wollen diesen erfolgreichen Weg weiter gehen, die aktuelle Koalition der Wahlverlierer gehört beendet. 

3. Wir leben in schwierige Zeiten und es ist absehbar, dass sich die Regierung die Milliarden, die sie in der Corona-Krise ausgegeben hat, zurückholen wird. Wir müssen dafür sorgen, dass das nicht auf Kosten der Ärzteschaft und der Gesundheitsversorgung geschieht. 

Vertrauen in die Berufsvertretung ist also wichtiger denn je. Ich möchte ein Präsident für alle Ärztinnen und Ärzte sein. Ich möchte die Gräben zuschütten, die sich in den vergangenen Jahren aufgetan haben, und dazu beitragen, dass wir aufeinander zugehen und unsere Gesprächskultur bewahren. 

Antwort 2

Das hängt in Wien vom 3. Mai ab, an dem ein neues Präsidium gewählt wird. Je nach dem Ergebnis können wir uns dann konkrete Ziele setzen. Unsere übergeordneten Ziele stehen im Wahlprogramm der Vereinigung österreichischer Ärztinnen und Ärzte – Liste Steinhart, und wir werden bestrebt sein, in der nächsten Funktionsperiode mit geeigneten Koalitionspartnern möglichst viel davon umzusetzen. Neben den Anliegen der Niedergelassenen möchte ich mich auch der Interessen der Spitalsärztinnen und -ärzte annehmen, und das kann ich wohl am besten als Präsident. Das gilt für Wien und Österreich.

Antwort 1

Weil wir die unabhängige Fraktion sind, die dafür sorgt, dass alle miteinander reden.

Das Team Szekeres tritt an, um den Weg der konstruktiven Zusammenarbeit in der Kammer weiterzugehen. Wir haben ein starkes Team, mit einem ausgewogenen Verhältnis von Frauen und Männern, mit viel Erfahrung und junger Energie.

Die wichtigste Veränderung, die ich als Präsident in den letzten Jahren erreichen konnte, sind ein neuer, kollegialer Stil innerhalb der Ärztekammer und die bewusste Zusammenarbeit aller Fraktionen im Sinne der Wiener Ärzteschaft.

Dr. Thomas Szekeres

Mir ist es wichtig, dass die Ärztekammer nie grundsätzlich dagegen, sondern konstruktiv und gesprächsbereit ist. Durch diesen neuen Stil hat die Ärztekammer bei allen Verhandlungspartnern und Entscheidungsträgern im österreichischen und im Wiener Gesundheitssystem mittlerweile eine gute Position. Was wir dadurch erreicht haben kann man auf https://tswien.at/ nachlesen. 

Antwort 2

Wir brauchen mehr Wertschätzung für das gesamte österreichische Gesundheitssystem. Der öffentlichen Hand, den Sozialversicherungen und den Trägern muss die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten etwas wert sein. Durch den medizinischen Fortschritt werden Österreicherinnen und Österreicher immer älter. Eine wachsende Bevölkerung braucht auch mehr Ärztinnen und Ärzte, um die Versorgung sicherzustellen. Wir brauchen die notwenigen Rahmenbedingungen, um als Standort für junge Medizinerinnen und Mediziner attraktiv zu bleiben. 

Um das zu erreichen, muss die Stimme der Ärztekammer weiterhin gehört werden. Es reicht es nicht aus Klientelpolitik zu machen, sondern es lohnt sich mit den Verhandlungspartnern einen Konsens zu erzielen. 

Antwort 1

Die Liste 3 Wahlgemeinschaft – Ärzte:innen für Ärzte:innen – Wiener Mittelbau ist die einzige große nicht parteipolitisch orientierte Plattform. Unser Ziel ist klar definiert die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Ärztinnen und Ärzten zu gestalten und zu verbessern. Sich Gehör in der Politik zu verschaffen und permanent auf Missstände im System hinzuweisen und lösungsorientiert mit den Trägern und der Personalvertretung für eine gute Patientinnen und Patientenversorgung einzutreten. Das machen wir seit vielen Jahren, durchaus mit Erfolg und dieser Kurs muss zu Zeiten des akuten Personalmangels und der drohenden Unterversorgung weiter beschritten werden. 

Dr. Gerald Gingold

Dr. Gerald Gingold

Antwort 2

Das wichtigste Ziel ist weiter zu gestalten und im Dienste der Ärzteschaft Verbesserungen zu erzielen. Somit ist ein klares Wahlziel erneut den Kurienobmann der Angestellten Ärzte zu stellen! Darüber hinaus wollen wir die gute Arbeit, die wir im Angestellten-Bereich vorweisen können, auch durch unsere Kolleginnen und Kollegen, die im Niedergelassenen-Bereich auf unserer Liste kandidieren, den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zu Gute kommen lassen und nun auch dort für bessere Honorare und neue Modelle sorgen. Es wird einfach Zeit Bewegung und Veränderung auch im Niedergelassenen-Bereich zu erwirken, damit die Kolleginnen und Kollegen auch in ihren Ordinationen und Gruppenpraxen und PHC´s gute Arbeitsbedingungen und faire Abrechnungen erfahren. 

Natürlich ist ein Ziel die Wiener Anliegen auch bundesweit mit Stärke einzubringen, dafür werden die gewählten Mandatare aus Wien am Kammertag Sorge tragen. 

Antwort 1

"ASKLEPIOS – die Alternative mit Mut" ist eine Fraktion, die für eine integre, sach- und lösungsorientierte Herangehensweise an die Arbeit im Bereich der Kammerpolitik steht und Zukunftsvisionen hat. Wir meiden realitätsferne und populistische Wahlversprechen, die nicht umsetzbar sind. Unsere Schwerpunkte sind die Abbildung der "Weiblichkeit" der Medizin auch in der Kammerpolitik, daher haben wir auch drei Spitzenkandidatinnen aufgestellt und eine 50-Prozent- Geschlechteraufteilung erreicht.

Dr. Anna Kreil

Dr. Anna Kreil

Wir arbeiten an einer Flexibilisierung, Work-Life-Balance und gerechter Honorierung. Wir betrachten die Kosten sowohl der Kammer als auch des Wohlfahrtsfonds mit Kostenbewusstsein und suchen nach Einsparungspotential und gleichzeitig achten wir auf Realitätsbezug und Zukunftsorientierung. Wir fordern eine Optimierung der Kommunikation zwischen den Kurien in Richtung Durchlässigkeit (Kollegenwechsel zwischen den Kurien, Abstimmung der Arbeit und der Ausbildung in beiden Bereichen und verbessertes Nahtstellenmanagement). Mehr unter: https://asklepiosunion.wordpress.com/ 

Antwort 2

Bessere Kommunikation zwischen den Kurien und zwischen den Bundesländern, weg von persönlichen Eitelkeiten hin zur Abstimmung von Zielsetzungen, gemeinsame Entwicklungsmöglichkeiten mit Expertise in Zukunftsthemen wie die Digitalisierung und gesundheitspolitische Auswirkungen des Klimawandels auch in Hinblick auf die demographischen Entwicklungen unserer Gesellschaft. Unser Ziel ist eine lösungsorientierte, transparente und redliche Kammerpolitik für alle Mitglieder und die Ausgestaltung der Rolle eines wichtigen und ernst zu nehmenden Partners für die Gesundheitspolitik der Zukunft. 

Antwort 1

ANGESTELLTE KURIE 

Wir fordern die 32-Stunden-Woche! Auch wir Ärztinnen müssen Beruf und Familie vereinbaren, daher: verbindliche, differenzierte Arbeitszeitmodelle! 

Wir müssen die ärztliche Ausbildung verbessern. Erarbeiten wir ein konsistentes Curriculum: für das digitale Logbuch, das kompetenzorientierte Rasterzeugnis und die Aufwertung der Ausbildungstätigkeit!

Wir Ärztinnen verdienen Anerkennung und die Unterstützung unserer Arbeit. Daher schaffen wir ein Interventionsprogramm, das Ärztinnen und Ärzte begleitet.

Dr. Michael Lazansky

Dr. Michael Lazansky

Wir kämpfen für eine klimaneutrale Ärztekammer und fordern die Stadt Wien auf unsere Spitäler klimafit zu sanieren, denn Klimaschutz ist Gesundheitsschutz!

NIEDERGELASSENE KURIE 

Moderne Gesundheitsversorgung bedingt die Zusammenarbeit in Teams, daher: Her mit innovativen Modellen im niedergelassenen Bereich! 

Die Ambulanzen quellen über: Daher fordern wir die lückenlose Nachbesetzung der in Pension gegangenen Kassenärzt*innen! 

Wir müssen die ärztliche Ausbildung verbessern: Die Lehrpraxistätigkeit in fachärztlichen Ordinationen muss gefördert werden! 

Wir kämpfen für eine klimaneutrale Ärztekammer – und wir benötigen Förderungen, um die Ordinationen klimafit zu sanieren, denn Klimaschutz ist Gesundheitsschutz! 

Antwort 2

Für den Gesundheits- und Pflegebereich wäre eine Arbeitszeitverkürzung aufgrund der hohen körperlichen und emotionalen Belastungen ein wichtiger Schritt zu besseren Arbeitsbedingungen. Wien kann mit guten Beispielen vorangehen, Pilotprojekte zur Arbeitszeitverkürzung zu starten und damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Arbeitszufriedenheit leisten. 

Die Grünen Ärzt:innen fordern auch klimaneutrale Krankenhäuser. Jeder Beitrag zum Klimaschutz ist eine medizinische Präventionsmaßnahme. Das heißt: PV-Anlagen, Passivhausstandards, Fassadenbegrünung und Regenretention für unsere Kliniken. Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Der Klimaschutz in den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen muss deutlich mehr Fahrt aufnehmen. Wasserverbrauch, CO2-Emissionen, Ernährung, Umfeld der Spitäler, Bauweise, Mobilität usw. müssen umfassend im Sinne von Green Hospitals ökonomisiert werden. 

Die Grünen Ärzt:innen und die Grünen sehen auch Handlungsbedarf bei der Ausbildung. Wir haben einen Mangel bei praktischen Ärzt:innen. Eine Ausbildungsreform ist ein wichtiger Schritt für mehr Allgemeinmediziner:innen, die wir dringend brauchen, um die teuren Spitäler zu entlasten. Die Einführung der Fachärzt:innenausbildung „Allgemeinmedizin“ ist eine wichtige, Forderung. Mit einer Stärkung der Grünen Ärztinnen und Ärzte in der Ärztekammer kann es uns gelingen, eine Reformachse zwischen Gesundheitsministerium, den Ländern und der Ärztekammer zu bilden. So können wir die praktische ärztliche Fachausbildung nach der universitären Ausbildung auf eine völlig neue organisatorische Ebene stellen, beispielsweise durch die Schaffung von Ausbildungskompetenzzentren, beginnend mit der Ausbildung im Bereich der Allgemeinmedizin. 

Website: https://gruenmed.at/ 

Facebook: https://www.facebook.com/gruenmed 

Instagram: https://instagram.com/gruenmed 

Antwort 1

Wir sind weder einer Partei, noch Ordinationsinhaber*innen oder Oberärzt*innen verpflichtet und konzentrieren uns nur auf die Vertretung von Ausbildungsärzt*innen in Wien und Österreich.
Unsere drei wichtigsten Forderungen sind: Ausbildung, Work-Life Balance, Digitalisierung, alles weitere unter www.tft.wien.

Antwort 2

Verbesserung der Ausbildungsqualität, Attraktivierung der Arbeitsbedingungen in Wiens Spitälern, und Modernisierung der Infrastruktur in Wiens Spitälern (baulich aber auch digitalisierungsoffensive).

Dr. Bernhard Schönthoner

Dr. Bernhard Schönthoner

Antwort 1 und 2 (von Dr. Andreas Schindl):

Kammer-Light steht für Reformen in der Kammer nach dem Vorbild des Nationalrats (mehr Rechte für die Vollversammlung, U-Ausschüsse als Minderheitenrecht, Regeln für Fraktionsfinanzierung), vermehrte Einbindung der Fachgruppen in die Tarifverhandlungen, Reformen des Wohlfahrtsfonds (Verhinderung einer Altersarmutsfalle für Teilzeitbeschäftigte in Spitälern, Flexibilisierung der Einzahlungen und Leistungen (Baukastensystem), Transparenz (Vergaberichtlinien, Complianceregeln für Mandatare und Kammermitarbeiter) sowie Nachhaltigkeit in der Kammer, in Ordinationen und Spitälern (denn Klimaschutz ist Gesundheitsschutz).

Unser Spitzenkandidat ist OA Dr Peter Wurnig.
Näheres unter www.kammerlight.at, auf Instagram, Twitter, LinkedIn Martin Schindl, LinkedIn Andreas Schindl und FB.

Peter Wurnig

Dr. Peter Wurnig

Seit heute ist auch die von Kammer-Light selbst finanzierte App zum (sehr komplizierten) Wiener Wohlfahrtsfonds gratis erhältlich:

https://play.google.com/store/apps/details?id=at.kammerlight.app2513

Antwort 1 und 2

Wir vertreten die Anliegen aller Wahlärzte und Wahlärztinnen.

Die Entscheidungsfreiheit, wie wir arbeiten wollen, muss erhalten bleiben!

Wir haben erreicht:

  • Erstattung des Wahlarzthonorars für alle Wahlarztordinationen – wir fordern Anpassungen an den neuesten Leistungskatalog
  • Digitalisierung erfolgt weiterhin nur auf freiwilliger Basis. Handschriftliche Papierdokumente gelten weiterhin
  • Gesicherte Altersvorsorge durch den wohlkontrollierten Wohlfahrtsfond – wir fordern Ausgleich zur Inflation, Kinderanrechnungszeiten für Frauen
  • Individuelle Beratung im Wahlarztreferat
  • Bewusstseinsbildung, dass Palliativmedizin und Behandlung von Patienten mit komplexen Bedürfnissen auch im Wahlarztbereich stattfindet – wir fordern Einbindung in die zu schaffenden Strukturen
Renate Heinz

Dr. Renate Heinz

Wir kämpfen

  • für einen sparsamen und transparenten Umgang mit Kammergeldern. Die Ausweitung der Serviceangebote muss sich an den Bedürfnissen der Kammermitglieder orientieren.
  • dafür , dass der übertragene Wirkungsbereich wieder Kammeraufgabe wird (Ausbildung Qualitätsmanagement) und für bezahlte Lehrpraxen im Wahlarztbereich
  • für eine engere Zusammenarbeit mit den Fachgesellschaften
  • dafür, dass die Komplementärmedizin in ärztlicher Hand bleibt
  • für die Ausweitung der Gesprächsmedizin, einschließlich ärztlicher Psychotherapie für Kolleg*innen mit Psy-Diplomen mit entsprechender Vergütung.

Wir sind unabhängig von Politik und Sozialversicherung.

https://www.wahlaerzte-wien.at/

https://www.wahlaerzte-wien.at/ziele/

Presseinformation Wahlärzte-Wien: Bestimmen Sie die Qualität Ihrer Ärztekammer | Public Relations Atelier Mag. Eva Nahrgang, 08.03.2022 (ots.at)

 Liste Wahlärzte-Wien - Gesundheit Österreich (xn--gesundheit-sterreich-ebc.at)

Antwort 1

Wir sind die einzige Fraktion, für welche die Interessen jener Kolleginnen und Kollegen im Mittelpunkt stehen, welche in der Alterspension als Wohnsitzärzte oder mit einer Privatordination weiterarbeiten oder für die diese Situation bereits in der näheren Zukunft absehbar ist.
Wir setzen uns daher ein für eine gerechten Valorisierung der Wohlfahrtsfondspension gerade für unsere Generation, die mit enormen Altlastzahlungen diesen Fonds saniert hat, eine Pensionserhöhung um 1,7 Prozent (übrigens ohnehin nur eines Teiles der Pension, nämlich der Grundpension) bei einer Inflation von mittlerweile etwa 5 Prozent bedeutet eine dramatische Entwertung nicht nur der Pensionen, sondern auch der Pensionsanwartschaften der noch aktiven ÄrztInnen.

Peter Harmuth

Dr. Peter Harmuth

Und wir sind überzeugt, dass der Wohlfahrtsfonds sich eine angemessene Pensionserhöhung leisten kann, sonst könnte er ja nicht etwa ein Drittel der Beitragseinnahmen dem Umlagesystem, aus dem unsere Pensionen großteils finanziert werden, entziehen und ins Kapitaldeckungsverfahren umleiten.
Weitere Zahlen und Erklärungen dazu finden sie auf unserer Homepage: www.plusminus60.at 

Antwort 2

Um dieses Ziel mit mehr Nachdruck angehen zu können, wollen wir natürlich bei der Wahl stärker werden!
Aber auch einige andere Themen wie beispielsweise Fragen des Zuganges zur Fortbildung, um unsere DFP-Punkte zu erhalten (warum können wir nicht Fortbildungsveranstaltungen elektronisch über ein Portal abrufen, wann immer wir Zeit haben, müssen es immer die Abendstunden und das Wochenende sein?) und der Beitragszahlungen an die SVA haben wir auf unserer Agenda; und wir wollen das Seniorenreferat zu einer Service- und Ombudsstelle für alle damit zusammenhängenden Fragen ausbauen.

Antwort 1

Unsere Standpunkte sind zusammengefasst unter http://www.hausaerzteverband.at/down/Wahlthemen_OEHV_Wahl22.pdf. Dazu ein Video unter https://youtu.be/pa6cNtYG8Dg.

Antwort 2

Österreichweit ist es uns ein großes Anliegen, den Fortbestand der Einzelordinationen zu sichern, da nur hier auf jeden individuell eingegangen werden kann und die Einzelordinationen ökonomischer und krisensicherer sind, als Großeinheiten.

In Krisensituationen, etwa bei einer Pandemie, wie in den letzten Jahren, führt der Ausfall einer kleinen Einheit, die von einem Einzelarzt geführt wird, zu einem kleinen Versorgungsausfall, der Ausfall aber einer Großeinheit führt zu einem bedrohlichen Flächenausfall.

Dr. Wolfgang Werner

Dr. Wolfgang Werner

In Einzelordinationen wird mit relativ wenig Geld ein Großteil der anfallenden Aufgaben bewältigt, für alles andere ist ein außergewöhnlich hoher Aufwand notwendig. Außerdem ist bei den Einzelordinationen die Behandlungskontinuität durch den immer gleichen Arzt gesichert!

Wir betrachten die beträchtliche öffentliche Unterstützung für PVEs als Wettbewerbsverzerrung!

Antwort 1

Wir sind die einzige Fraktion, die sich gegen die Primärversorgungseinheiten (PVEs) positioniert, da diese unser bewährtes Hausarztsystem verdrängen würden, und das ohne Mehrwert für die Patienten/innen. Die von den Patienten/innen geschätzten Hausärzte in Österreich garantieren seit Jahrzehnten eine ausgezeichnete Primärversorgung.

Den Hausarztmangel gibt es derzeit auch deshalb, weil die jungen Ärzte Angst vor der drohenden Konkurrenzierung durch die finanziell bevorzugten PVEs haben.

Dr. Eva Raunig

Dr. Eva Raunig

Wir sind für Sparsamkeit bei den Kammerausgaben, die unglaublich hoch sind, und die oftmals keinen Sinn ergeben.

Mehr dazu hier

Antwort 2

Österreichweit setzen wir uns dafür ein, dass das Recht auf eine Hausapotheke für die Landärzte wieder hergestellt wird, und die ärztliche Hausapotheke nicht durch die Errichtung einer Apotheke verhindert werden kann.

Antwort 1

So geht es nicht weiter: Wien ist in den letzten 10 Jahren um 200.000 Menschen gewachsen – währenddessen haben Spitäler zugesperrt. Zusammen mit der Covid-19-Krise und jahrzehntelangen Missständen bahnt sich ein massives medizinisches Versorgungsproblem an: Die Arbeitslast für Spitalsärzte und -pfleger wird unerträglich. Wir sehen das bereits in massiven Kündigungen. Was es jetzt braucht, sind pragmatische Ansätze, um das Personal gesund und motiviert, und in ihren Arbeitsplätzen zu erhalten. Dafür werden wir uns innerhalb der Ärztekammer einsetzen.

Dr. George Zabaneh

Dr. George Zabaneh

Antwort 2

Unser Land ist eines der reichsten Länder der Welt, und wir können nicht zulassen, dass unser Versorgungssystem an die Wand gefahren wird. Es ist daher jetzt allerhöchste Zeit für essenzielle Reformen. Dazu gehört, dass der aufgeblähte und teure Managementapparat, der derzeit das Handeln des Spitalspersonals bestimmt, zurückgefahren wird. Stattdessen soll uns endlich Wertschätzung entgegengebracht werden und adäquate Arbeitsverhältnisse geschaffen werden. Unsere konkreten Forderungen dazu haben wir auf unserer Homepage www.we4U.wien zusammengefasst.

Antwort 1 und 2

Mehrere hundert Ärzt*innen – allein in Wien – haben bislang durch Erarbeitung  komplementärmedizinischer Fortbildungsdiplome bewiesen, dass ihnen und ihren Patient*Innen ärztliche Ausbildung über einen ausschließlich naturwissenschaftlichen Horizont hinaus sehr wichtig ist. Wir wollen ihnen in der Ärztekammer eine deutliche Stimme verleihen.

Deshalb kandidiert heuer erstmalig die Liste Integrative Medizin – LIM.

Wir wollen das Referat für Traditionelle und Integrative Medizin in der Ärztekammer zusätzlich unterstützen und Diplominhaber*Innen aller komplementärmedizinischer Methoden (z.B. Akupunktur, Homöopathie, Psy-Diplome, TCM und andere) in der Kammer besser als bisher vertreten.

Dr. Felix Badelt

Dr. Felix Badelt

Die Integration komplementärmedizinischer Therapien in die konventionelle Medizin soll nicht nur im niedergelassenen Bereich, sondern auch im stationären Bereich vorangetrieben werden (z.B. in die Post Covid-Betreuung, onkologische Begleittherapie, Schmerztherapie). Gerade in Krisenzeiten mit Therapienotstand und  Bettenmangel müssen alle unsere therapeutischen Möglichkeiten gebündelt werden. 

Verantwortungslose Ausgrenzung und unqualifizierte Abwertung einzelner Methoden, wie sie sogar im Ärztekammerbereich erfolgt ist, werden wir entschieden entgegentreten.

Integration – statt Ausgrenzung und Spaltung, wenigstens unter Arzt*Innen!

Weiter Ziele finden Sie unter www.listeintegrativemedizin.at

Der Ärztekammertag im Juni steht derzeit nicht im Fokus unserer Aufmerksamkeit.

Antwort 1

Die Ärztekammer hat sich in den letzten Jahren immer mehr von ihrer eigentlichen Aufgabe, der Vertretung der Ärzte wegbewegt und verselbstständigt. In den letzten zwei Jahren hat Präsident Szekeres  die Ärztekammer auch zum verlängerten Arm der Politik instrumentalisiert und zahlreiche Ärzte mit Disziplinarklagen überzogen, wenn sie das gemacht haben, was sie gelernt haben, die Patienten nach bestem Wissen und Gewissen zu behandeln. Das schließt selbstverständlich auch eine Freiwilligkeit beim Impfen ein. Ferner zwingt die ÄK die Ärzte mit bis zu 18 Prozent ihres Einkommens bzw. Umsatzes in eine zusätzliche Pensionsversicherung(„Wohlfahrtsfonds“) einzuzahlen, die intransparent verwaltet wird und in der Vergangenheit immer wieder in Konkurs ging. 
Wir möchten eine ÄK, die ihre eigentliche Funktion erfüllt und u.a. den Zwangspensionsfonds in eine freiwillige Institution überführen, selbstverständlich unter Wahrung der bisher einbezahlten Beträge.

Mehr auf www.aerzte-nicht-kammer.at und www.wohlfahrtsfonds.info.

Antwort 2

Die Ziele der MFG spiegeln sich auch in der ÄK-Wahl wider. Es braucht einen Präsidenten, der die Interessen aller ÄrztInnen tatsächlich vertritt.

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