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Zu selten wird mit Patienten über Maßnahmen am Lebensende gesprochen

Der Tod als Tabuthema

Illustration und Malerei

Am Ende nicht mehr die Krankheit behandeln, sondern den Menschen: Das sollte vor allem bei Krebs-Patienten im Endstadium selbstverständlich sein. Onkologen scheinen sich aber zu sehr auf ihr Spezialgebiet zu fokussieren.

Wurden bei einem Patienten mit fernmetastasierten Malignomen alle Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft, ist das nun folgende Gespräch eine heikle Angelegenheit. Optimalerweise solle ein Gespräch über Maßnahmen am Lebensende, so meinen verschiedene Fachgesellschaften, frühzeitig erfolgen: wenn dem Patienten geschätzt noch etwa ein Jahr bleibt. In der onkologischen Praxis sieht das aber anders aus: Die meisten dieser Gespräche finden erst in den letzten vier Lebenswochen statt. Kristin Knutzen vom Department of Behavioral, Social, and Health Education Sciences der Rollins School of Public Health an der Emory University in Atlanta und ihre Kollegen haben retrospektiv Gespräche von 141 Patienten mit ihren Krebsspezialisten ausgewertet.

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