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Medizin und ich

Willkommen in der E-Zukunft

Als wir vor elf Jahren in unsere Wohnung gesiedelt sind, waren wir froh, in eine dicht verbaute Gegend zu ziehen. Weil da kein Platz mehr wäre, noch mehr zu bauen, und uns damit der Baulärm, der uns die Jahre zuvor begleitet hatte, erspart bleiben würde. Was haben wir uns geirrt! Erstens ist offenbar kein Fleckchen zu klein, um nicht einen Wohnturm hinzuklotzen, und zweitens kann man ja einfach abreißen, was im Wege steht. Nach der ersten nachbarschaftlichen Baustelle mit Tiefgaragenaushub hatten wir noch überlegt, ob wir die entstandenen Risse in der Wand ausbessern lassen würden. Mittlerweile ist es uns egal geworden. Die Wände im Vorzimmer sehen aus wie ein Spinnennetz und wir sind zu dem Schluss gelangt: Einfach lassen, es zahlt sich nicht aus.

An der Südseite unseres Gebäudes hatte eine uralte Fichte gestanden. Wir verbrachten oft Zeit damit, die Vögel zu beobachten, besonders als Turmfalken begonnen hatten, darin zu nisten. Mit dem Feldstecher beobachteten wir die Jungtiere und eines Abends sind wir sogar im Pyjama ausgerückt, als der Jungvogel von seinem ersten Flugversuch nicht mehr zurückkam. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn das Tier auf der Hauptstraße hockt! Wir fanden es dann unversehrt auf einem Garagendach. Seine Mama flog noch einmal vorbei und warf ihm eine Maus vor die Füße. Danach musste der Kleine flügge werden.

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