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Die praktische Frage

Wann man Wunschtherapien ablehnen sollte

Doktor, der seine Handfläche zeigt.

Ärztinnen und Ärzte berichten immer öfter von Patienten, die mit fest definierten Wünschen in die Ordination kämen. Sie hätten (meist im Netz) von neuen Therapien und Maßnahmen gehört, die ihnen bei ihren gesundheitlichen Problemen helfen sollen. Dem Drängen der Patienten ist dabei oft schwer zu widerstehen. Wenn die Diagnose nicht dagegenspricht, wird die Wunschtherapie häufig verschrieben – selbst wenn die Mediziner und Medizinerinnen von deren Wirksamkeit nicht überzeugt sind.

Eine Studie aus den USA liefert dazu einen interessanten Aspekt: Ärzte, die sich nachgiebig zeigen und den oft überflüssigen Wünschen ihrer Patientenschaft nachgeben, werden nicht besser beurteilt als Ärzte, bei denen weniger überschießende Versorgung geboten wird. Die Studie wurde in der peer-reviewten Fachzeitschrift „Journal of the American Medical Association“ veröffentlicht.

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