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ASCO Annual Meeting

ARROW-Studie: Pralsetinib beim fortgeschrittenen RETfusionspositiven NSCLC

RET-Fusionen gelten bei ein bis zwei Prozent der nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome (NSCLC) als onkogene Treiber und mögliches Therapie-Target. Die ARROW-Studie (NCT03037385) unterstützte die FDA-Zulassung des selektiven RET-Inhibitors Pralsetinib, beim RET-alteriertem NSCLC und Schilddrüsenkarzinom. Auf dem ASCO wurden aktualisierte Ergebnisse eines größeren Kollektivs von Patienten mit RETfusionspositivem NSCLC, die in die ARROW-Studie aufgenommen wurden, präsentiert.

Die Phase-2-Erweiterungskohorten der Phase-1/2-Studie ARROW schlossen Patienten mit RET-fusionspositivem NSCLC ein. Ursprünglich galten alle behandlungsnaiven Patienten nicht als Kandidaten einer Platin-basierten Therapie; diese Vorgabe wurde durch eine Protokolländerung im Juli 2019 aufgehoben. Primäre Endpunkte sind die Gesamtansprechrate (ORR) sowie die Sicherheit. Die aktualisierten Analysen wurden als Daten-Cut-off bis 6. November 2020 abgeschlossen, für Patienten mit Beginn von Pralsetinib 400mg QD bis 22. Mai 2020 als Rekrutierungs-Cut-off. Die Wirksamkeitsergebnisse, einschließlich der Daten zu behandlungsnaiven Patienten, die nach der Überarbeitung der Zulassungskriterien für eine Platin-basierte Therapie eingeschlossen waren, wurden überarbeitet.

Pralsetinib zeigte eine schnelle, starke und anhaltende klinische Aktivität bei Patienten mit RET-fusionspositivem NSCLC (unabhängig von vorherigen Therapien). Dies gilt auch für Patienten mit schlechter Prognose, für die eine platinbasierte Therapie nicht in Frage kommt. Insgesamt war Pralsetinib gut verträglich. Die Daten unterstreichen die Notwendigkeit der RET-Analyse zu einem frühen Zeitpunkt im Krankheitsverlauf, um Kandidaten zu identifizieren, die von einer Behandlung mit Pralsetinib profitieren könnten.

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