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LCMC3-Studie

NSCLC: Neoadjuvante Checkpoint-Inhibitor-Therapie vielversprechend

Die LCMC3-Studie schloss 181 Patienten der Stadien Ib-IIIb ein. Die Teilnehmer hatten alle die Erstdiagnose eines resezierbaren, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinoms (NSCLC) erhalten. Zu Beginn der Studie war noch keine Behandlung erfolgt. Positive Testbefunde für EGFR (Epidermal-growth-Factor-Rezeptor) oder ALK (anaplastische Lymphomkinase) führten zum Ausschluss. Das mittlere Alter der Teilnehmer betrug 65 Jahre und 90 Prozent der Patienten hatten eine Raucheranamnese. Vor und nach der Gabe von zwei Zyklen Atezolizumab erfolgte ein Staging und postoperativ eine weitere Überwachung mit der Option, Atezolizumab als adjuvante Therapie über 12 Monate fortzusetzen.

Ergebnisse

Im Ergebnis erreichten 21 Prozent der Patienten den primären Studienendpunkt einer MPR (major pathologic response) von ≤10 Prozent lebensfähiger Tumorzellen, 43 Prozent ein Downstaging und sieben Prozent sogar eine vollständige Remission (pathologic complete response). 88 Prozent der Patienten konnten innerhalb des vordefinierten kurzen Zeitraums nach der letzten Atezolizumab-Therapie reseziert werden, im Median nach 22 Tagen. „Die Mehrheit der Eingriffe erfolgte minimalinvasiv“, sagte Prof. Dr. Jay M Lee, David Geffen School of Medicine, UCLA, Los Angeles, und wies darauf hin, dass die Rate von 92 Prozent R0-Resektionen in LCMC3 der von präoperativen Chemotherapiestudien vergleichbar, wenn nicht gar überlegen ist. Die Dauer des stationären Aufenthaltes mit im Median 7,5 Tagen entsprach vergleichbaren Daten der „General Thoracic Surgery Database“ für diese Art von Eingriffen. „Die Mortalitätsraten waren den Erwartungswerten überlegen“, betonte Lee. Jeweils ein Patient verstarb postoperativ im Zeitraum bis zu 30 Tagen bzw. zwischen Tag 30 und 90. Insgesamt wurde Atezolizumab gut vertragen und das Auftreten von höhergradigen Therapie- oder immunbezogenen Nebenwirkungen wurde als selten eingestuft.

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