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Vorbehandeltes Urothelkarzinom

ASCO GU: Enfortumab Vedotin effektiv

Übergangszellkarzinom der Harnblase unter Mikroskopie-Zoom in verschiedenen Bereichen

Ein weiterer Fortschritt in der Behandlung des lokal fortgeschrittenen und metastasierten Urothelkarzinoms wurde mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Enfortumab Vedotin in der Phase-III-Studie EV-301 erzielt. Enfortumab Vedotin ist eine Nectin-4-gerichtete Therapie, wobei Nectin 4 beim Urothelkarzinom überexprimiert wird. Die EV-301-Studie wurde konzipiert, um eine Überlegenheit von Enfortumab Vedotin gegenüber einer Chemotherapie bei Patienten zu zeigen, die bereits mit einer Platin-basierten Chemotherapie und einem PD-(L)1-Checkpoint-Inhibitor behandelt wurden.

Es erhielten insgesamt 608 Patienten Enfortumab Vedotin oder eine vor der Randomisierung gewählte Chemotherapie mit Docetaxel, Paclitaxel oder Vinflunin. Als primärer Studienendpunkt wurde das OS gewählt.

Die Patienten erhielten die Studienmedikation über eine mediane Dauer von 5,0 versus 3,5 Monate. Mit einer medianen Nachbeobachtungszeit von 11,1 Monaten konnte ein Vorteil bezüglich des OS für Enfortumab Vedotin bestätigt werden (HR 0,70; 95% CI 0,56–0,89; p=0,00142). Im Median überlebten die Patienten 12,88 versus 8,97 Monate. Das PFS betrug median 5,55 versus 3,71 Monate mit einer Risikoreduktion für einen Progress oder zu versterben um 38 Prozent (HR 0,62; 95% CI 0,51–0,75; p<0,0001). Es sprachen 40,6 versus 17,9 Prozent der Patienten auf die Studienmedikation an, mit Komplettremissionen bei 4,9 Prozent der Patienten im Enfortumab Vedotin-Arm versus 2,7 Prozent im Chemotherapie-Arm. Die Krankheitskontrollrate betrug 71,9 versus 53,4 Prozent. Die Therapie mit Enfortumab Vedotin wurde gut toleriert und stellt somit eine vielversprechende Option für vorbehandelte Patienten mit fortgeschrittenem Urothelkarzinom dar.

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