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Defizitäre MS-Therapie

Bedarf an symptomatischer Behandlung wird häufig ignoriert

Ein neurologischer Arzt überprüft den Plantarreflex des Mädchens einer Patientin mit einem neurologischen Hammer. Diagnose von Multiple-Sklerose-Erkrankungen, zerebrovaskulärer Unfall

Die meisten Patienten mit Multipler Sklerose erhalten heute eine krankheitsmodifizierende Immuntherapie. Doch die typischen Symptome wie ­Fatigue, kognitive Beeinträchtigungen oder Blasenstörungen werden noch immer unzureichend behandelt.

Eine Auswertung des bundesweiten Multiple-Sklerose-Registers gibt einen aktuellen Überblick über die Situation der MS-Kranken in unserem Land. Die Daten stammen von mehr als 18 000 Betroffenen und decken den Zeitraum der Jahre 2014 bis 2018 ab. Damit sind zwar nur etwa 7 % aller MS-Patienten in Deutschland berücksichtigt, schreibt das Autorenteam um Professor Dr. ­Peter ­Flachenecker vom Neurologischen Rehabilitationszentrum in Bad Wildbad. Durch die hohe Zahl der Kliniken und neurologischen Praxen, die die Zahlen beigesteuert haben, gilt die Analyse dennoch als repräsentativ für unser Land.

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