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Soziale Situation beeinflusst Wirksamkeit der Rückenschmerz-Reha

Kaukasische junge männliche Arbeiterklasse, die sich über das Lager beugt, das Hemd trägt und Pappkarton hält

​Rehabilitationsmaßnahmen sind bei chronischem Rückenschmerz schlechter wirksam, wenn die Betroffenen einen prekären sozialen Status haben. Um diese Situation zu verbessern, sollte die Gesundheitskompetenz erhöht und die Reha-Nachsorge an die Lebenswelt der Patienten angepasst werden.

Wie gut eine Rehabilitation bei Rückenschmerzen funktioniert, hängt auch stark davon ab, unter welchen sozialen Bedingungen man lebt – zu diesem Schluss kommt eine deutsche Studie mit 394 Patienten mit unspezifischen chronischen Rückenschmerzen. Laut Studiendaten bringt bei Menschen mit einem prekären Sozialstatus eine Rückenschmerz-Reha weniger Erfolg. Wer also finanziell zu kämpfen und einen niedrigen Berufs- und Bildungsstatus hat, kann sich hinsichtlich Depression, körperlicher Funktion und Arbeitsfähigkeit bei Weitem nicht so gut verbessern wie Patienten mit höherem Sozialstatus und profitiert auch weniger von den positiven Langzeiteffekten durch die Rehabilitation.

„Diese Studie belegt einmal mehr den Einfluss der sozialen Lage auf die körperliche und psychische Gesundheit“, sagt Prof. Dr. Michael Ausserwinkler, Facharzt für Innere Medizin in Villach und Vorstandsmitglied der Österreichischen Schmerzgesellschaft (ÖSG), anlässlich der 20. ÖSG-Schmerzwochen, die sich heuer schwerpunktmäßig dem Thema Rückenschmerz widmen.

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