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European Society of Cardiology (ESC) Kongress 2020

Lungenhochdruck bei Herzinsuffizienz

Während für die seltene idiopathische oder hereditäre pulmonalarterielle Hypertonie (PAH) seit Jahren mehrere medikamentöse Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen, fehlt bisher ein Nachweis der Wirksamkeit dieser Substanzen beim viel häufigeren Lungenhochdruck aufgrund einer Linksherzerkrankung.

Die pulmonale Hypertension (PH) als Folge einer Linksherzerkrankung (LHD) ist die häufigste Form des Lungenhochdrucks. Gefährdet sind vor allem Patienten mit einer Herzinsuffizienz. Eine PH liegt definitionsgemäß dann vor, wenn der mittlere pulmonalarterielle Druck (mPAP) 20mmHg oder höher ist. Im Unterschied zur präkapillären PAH ist die PH bei Linksherzerkrankungen (PH-LHD) in der Regel eine postkapilläre PH mit einem pulmonalarteriellen Verschlussdruck über 15mmHg. Die genaue Prävalenz der Erkrankung ist unklar, geschätzt wird aber, dass etwa 70 Prozent der Patienten mit Lungenhochdruck eine Linksherzerkrankung und 30 Prozent der Patienten mit Herzinsuffizienz einen Lungenhochdruck haben. Erschwert wird die Beurteilung dadurch, dass sich die Symptome der beiden Krankheitsentitäten zum Teil überlappen. Entwickeln Patienten mit Herzinsuffizienz einen Lungenhochdruck, ist das prognostisch immer ein schlechtes Zeichen.

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