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EASD 2020

Time in Range als Prädiktor für kardiovaskuläre Ereignisse

Die Zeit im Zielbereich (Time in Range) wird zunehmend als Alternative zum HbA1c propagiert. Sie erweist sich auch in retrospektiven Analysen großer klinischer Studien als guter Prädiktor für Risiko. Dies wurde nun auch für die DEVOTE-Studie gezeigt, die Insulin Degludec mit Insulin Glargin verglich.  

Mit der immer weiteren Verfügbarkeit unterschiedlicher Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung geraten statt des bewährten HbA1c auch immer häufiger innovative Therapieziele und Studienendpunkte in den Fokus. So gewinnt die Time in Range, also der Prozentsatz der Tages- und Nachtzeit, die der Patient innerhalb eines empfohlenen Glukosebereichs (im Normalfall 70-180 mg/dL) verbringt, zunehmend an Bedeutung als Surrogat-Endpunkt für das langfristige klinische Outcome. Auf Populationseben entspricht eine TiR von 70% in etwa einem HbA1c von 7%, eine TiR von 50% einem HbA1 von 8%. Die aktuelle Empfehlung lautet, dass der Patient eine TiR von 70% erreichen sollte, wobei für besondere Patientenpopulationen andere Empfehlungen gelten. So kommt bei Schwangeren eine Range von 70–140 mg/dL zum Einsatz.

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