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Auszeichnung der Ärztekammer für Reportage in der «Medical Tribune»

WIEN – „Die Stadt, in der man nicht krank sein sollte“ brachte Hans-Jörg Bruckberger den Pressepreis der Österreichischen Ärztekammer für „besondere publizistische Leistungen im Interesse des Gesundheitswesens”. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Marija Barisic für ihren Beitrag im Magazin „Datum“. (Medical Tribune 29-35/20)

Mit dem Pressepreis zeichnet die ÖÄK jährlich sorgfältig recherchierte und ausgewogen aufbereitete publizistische Arbeiten aus. Die heurigen Preise wurden Marija Barisic und Hans-Jörg Bruckberger (Bild rechts) verliehen. Sowohl Medizin als auch Journalismus steckten in einer Zeit des Umbruchs, angetrieben durch die Digitalisierung, sagte ÖÄK-Präsident Prof. Dr. Thomas Szekeres in seiner Laudatio. Als Kompass könne in stürmischen Zeiten der Anspruch an die eigene Qualität gelten: „Schlussendlich ist es die Qualität, die uns definiert, die uns langfristig den größten Nutzen bringt und auf die wir stolz sein können.

Unsere diesjährigen beiden Preisträger werden ausgezeichnet, weil sie in ihrer Arbeit genau das beweisen.“ Bruckberger hat 2019 für die „Medical Tribune“ und die dazugehörige Website medonline.at die Reportage „Die Stadt, in der man nicht krank sein sollte“ gestaltet. In Laa an der Thaya nahm er die Auswirkungen des Ärztemangels auf die ländlichen Strukturen in Augenschein. Dabei habe er nicht nur ein einfühlsames Portrait eines idealistischen Landarztes erstellt, der über die Herausforderungen, aber auch die Schönheiten seines Berufes spricht, „zudem zeigt Bruckberger auf, woran die ländliche Versorgung im Kassenbereich krankt: Einschränkungen durch die Krankenkasse, zu viel Bürokratie, keine Hausapotheke“, so Szekeres.

Mit „Das Geschenk“ warf Barisic in die Frage auf, inwiefern Gehörlose durch Cochlea-Implantate diskriminiert würden. Denn viele Gehörlose würden diese als Bedrohung ihrer Identität und Kultur sehen, die Gebärdensprache sei gefährdet. Szekeres: „In diesem absolut objektiven und ausgewogenen Artikel, in dem auch der medizinische Standpunkt nicht zu kurz kommt, lässt Frau Barisic auch Betroffene mit ihren unterschiedlichen Einstellungen zu Wort kommen: Solche, die kein Implantat wollen, und welche, die froh sind, eines zu haben. Das ist Journalismus, wie er sein sollte.

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