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Mikrobiom und Mykobiom des Darms

Während bisher die Aufmerksamkeit vor allem dem bakteriellen Teil des Mikrobioms galt, steigt nun auch das Interesse an der Rolle der Pilze, dem Mykobiom. In einer aktuellen Studie an 585 Bewohnern von Hongkong, von denen 184 an einem Kolonkarzinom erkrankt waren und 197 ein Adenom hatten, wurde nun das Mykobiom der Darmflora bei Darmkrebspatienten und 204 gesunden Vergleichspersonen untersucht. Weitere Patienten wurden in Deutschland und Frankreich untersucht (90 mit Kolonkarzinom, 42 mit Adenom und 66 Gesunde). Sowohl Gesunde als auch Erkrankte beherbergten in ihrem Darm vor allem Pilze der Stämme Ascomycota und Basidiomycota; Darmkrebspatienten wiesen jedoch im Vergleich zu Gesunden ein höheres Ascomycota/Basidiomycota-Verhältnis auf. Weitere Analysen ergaben, dass sich das Mykobiom auch bei Patienten mit frühen und späten Karzinomstadien unterschied. Insgesamt waren 14 Pilzspezies als Biomarker zur Unterscheidung zwischen Gesunden und Krebspatienten geeignet. Weitere Analysen zeigten, dass im Darm von Krebspatienten intensive Netzwerke zwischen verschiedenen Pilzpopulationen und Pilz-Bakterien-Interkationen bestanden.

Coker OO et al., Gut 2019; 68: 654–62

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