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Glutenfreiheit boomt, nützt aber nur wenigen

Immer mehr Menschen greifen zu glutenfreien Lebensmitteln, und nicht nur diejenigen mit gesicherter Zöliakie. Ist das eine reine Modeerscheinung oder gibt es eine medizinische Berechtigung für diesen Trend – etwa bei Reizdarmpatienten? (Medical Tribune 40/18)

Der Markt für glutenfreie Produkte floriert. Während manche Patienten davon profitieren, könnten andere getrost ins Croissant beißen.

In den Jahren 2009/2010 achteten 1,3 % der Amerikaner darauf, sich glutenfrei zu ernähren. Knapp die Mehrzahl dieser Menschen (56 %) hatte eine Zöliakie. Vier Jahre später gab es bereits fast doppelt so viele Menschen, die Gluten von ihrem Speisezettel verbannten. Nur noch jeder vierte Konsument, der beim Einkauf auf das Label „glutenfrei“ schaute, konnte das mit einer Zöliakie begründen. Ein Trend, der sich in den letzten Jahren noch fortgesetzt haben dürfte. Wie man zum immer größer werdenden Markt für glutenfreie Produkte auch stehen mag – zumindest einen Vorteil hat diese Entwicklung: Zöliakiepatienten, die auf diese Produkte angewiesen sind, können heute aus einer viel größeren und billigeren Palette glutenfreier Lebensmittel auswählen.

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